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Weinbau - Geschichte

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Die Vergangenheit der deutsch-ungarischen Adelsfamilie Degenfeld führt in die frühmittelalterliche Schweiz, in Ungarn und in Siebenbürgen stoßen wir mit dem beginnenden 19. Jahrhundert auf ihre Spur. Mit ihren erstklassigen Gütern waren die Degenfelds bedeutende Akteure in der Geschichte der Tokajer Weinregion. Graf Imre Degenfeld war einer der einflussreichsten Tokajer Gutsherrn und nahm als Gründungsmitglied an den Aktivitäten des 1857 gegründeten Tokaj-Hegyaljaer Weinbauverbandes teil.

Dr. und Mrs. Lindner Friedensvertrag von Trianon teilt sich die Familie in einen siebenbürgischen und einen ungarischen Zweig.

Als Erbe der ungarischen Güter lebte Graf Sándor Degenfeld nach den beiden Weltkriegen zusammen mit Gräfin Ágnes Bethlen in Rumänien. Sein Vermögen wurde vom rumänischen und ungarischen Staat enteignet. 1964 wanderten die beiden nach Deutschland aus, wo sie eine neue Existenz gründeten. Ihre Tochter, Gräfin Marie Degenfeld, ist mit Dr. Thomas Lindner verheiratet; aus ihrer Ehe entstammen die Kinder Caroline und Moritz.

1994 beschlossen sie, im Gefolge der mehr als ein Jahrhundert umfassenden Tradition das Weingut wiederzubeleben. Um ihr Vorhaben in die Tat umzusetzen, erwarben sie zunächst erstklassige Anbauflächen sowie einen alten Keller in Tarcal, einer Nachbargemeinde von Tokaj.

Die auf 100 Hektar verteilten Gutsflächen erstrecken sich auf dem Tarcaler Terézia-Hügel, in der Máder Lage Mézesmál sowie an der Grenze zur Gemeinde Mezőzombor und zählen mit zu den besten Anbauflächen der gesamten Tokajer Weinregion.

Das erworbene Gebäudeensemble ist die 1872 auf kaiserlichen Befehl eingerichtete einstige Lehranstalt für Weinbau. Das einstmalige Schulgebäude beherbergt heute das Schlosshotel, im einst der praktischen Ausbildung dienenden Keller werden heute die Weine zur Reifung gelagert.

Geschichte der Degenfelds in Bildern Im Bereich der Bauinvestitionen wurde 1996 mit der Errichtung eines modernen Weinbaubetriebs nach Plänen des Architekten Ferenc Salamin begonnen. Im einstigen Kelterhaus über dem Keller wurden die Büroräume eingerichtet, in dem hieran angeschlossenen neuen Gebäudeteil erfolgen die Verarbeitung des Rebguts und der Ausbau der Weine.

Die Familie ließ es nicht mit dem Aufbau eines Weinbaubetriebs bewenden. 1997 erwarb sie das einstige Degenfeld-Palais auf dem Hauptplatz der Stadt Tokaj, wo nach einer umfangreichen Renovierung ein elegantes Restaurant, eine Weinhandlung, eine Weinstube und Konferenzräume ihren Betrieb aufgenommen haben.

Im zentral gelegenen Teil des Weinguts öffnete nach den Umbauarbeiten an der einstigen Lehranstalt für Weinbau 2003 das erste Vier-Sterne-Hotel der Region Tokaj-Hegyalja seine Pforten: das Schlosshotel Gróf Degenfeld.

Geschichte der Degenfelds in Bildern Die Eigentümer legen Wert auf kontinuierliche Verbesserungen und Investitionen, damit die Kunden stets Weine in ausgezeichneter Qualität erhalten. Sie sehen es als ihre Mission an, weltweit für die Steigerung des Bekanntheitsgrades und der Popularität des Tokajer Weins und der Tokajer Weinregion zu sorgen. Einer der zukünftigen Schwerpunkte der Weiterentwicklung wird in der Umsetzung eines Konzeptes für ökologischen Weinbau liegen.

„Adel verpflichtet” – die Philosophie des Weinguts spiegelt sich in der kompromisslosen Qualitätsstrategie des Weingutes wieder.

„Gyalázod a bort, hogy nem ád eszet?
Mi hathatósabb a bornál ugyan?
Nem látod: az ember, hogyha jót iszik,
Mily dús, pörét megnyerte, végrehajt
Mindent, barátját fölsegéli; boldog.
Hozz hát nekem egy kancsóval: az eszem
Hadd áztatom meg s mondok egy okost.”

Arisztophanész: Ész-áztató bor
Schlosshotel Gróf Degenfeld ****
Magyar English Elmúltam 18 éves! Még nem vagyok 18 éves! I'm over 18! I'm younger than 18! Ich bin schon über 18 Ich bin unter 18